Wie Nemo zu uns kam
Die Idee
Im November 2020 haben Timo und ich das erste Mal Kontakt zu einer Assistenzhundetrainerin aufgenommen. Im Vordergrund standen dabei Assistenzhund – Aufgaben, die Timo den Alltag erleichtern sollten. Ein Hund als Unterstützung um wieder laufen zu können und ein Hund, der Timos epileptischen Anfälle anzeigen kann. Die Trainerin war davon überzeugt, dass all dies mit einem Collie möglich wäre. Das Einzige was uns im Weg stand, waren die zweistündigen Hin- und Rückfahrten, welche wöchentlich anstanden und unsere damalige Wohnsituation. Zu dem Zeitpunkt wohnten wir noch in einer Wohnung zur Untermiete und wussten noch nicht, wohin es uns als nächstes verschlagen wird. Deshalb haben wir den Plan erstmal ruhen lassen und uns auf die Wohnungssuche konzentriert.
Im Februar erlitt Timo dann in unserer hundefreundlichen und barrierefreien Wohnung nach langer Zeit wieder einen epileptischen Anfall, der im Krankenhaus endete. Uns wurde unmittelbar klar, dass es an der Zeit war, den Plan in die Tat umzusetzen. Schon im April hat Timo dann nach langer Suche und Überlegung eine ausführliche E-Mail an eine Hundeschule in der Nähe geschrieben und Ende Mai hatten wir dann das Erstgespräch. Dieses hat in nur kurzer Zeit eine unglaubliche Wendung genommen, aber was am Ende dabei rumkam, erzähl ich euch im nächsten Beitrag!
Aus welchen Gründen habt ihr euch für einen Hund/ Assistenzhund entschieden? 🥰
Das Erstgespräch
Im letzten Beitrag ging es um unsere oder vor allem Timos Gründe für einen Assistenzhund, in diesem Beitrag geht es um das Erstgespräch mit der Hundeschule.
In dem Erstgespräch via Zoom ging es vorrangig um Timo, seine Beeinträchtigungen, seinen Alltag, seine Vorstellungen von seiner Zukunft und seine Vorstellungen von (s)einem Hund mit Assistenzaufgaben. Es ging aber auch um mich und meine Rolle in der Hundeerziehung. Als es dann zum Thema Hunderassen kam, nahm das Gespräch eine unerwartete Wendung. 🙌🏼
Wir planten erst mit einem Hund in weiter Zukunft, aber als wir dann von unserer Wunschhunderasse berichteten, ging es ganz schnell. Wir haben uns intensiv mit Hunderassen und deren Eigenschaften auseinandergesetzt. Der Australian Shepherd passte nach gründlicher Recherche perfekt zu uns. Sein will-to-please und dass die Rasse eine Aufgabe braucht, aber auch dass sie sich stark auf eine einzelne Person konzentrieren können, war für uns ausschlaggebend. Die Leiterin der Hundeschule berichtete dann von einem Australian Shepherd Wurf, aus dem bereits drei weitere Welpen als Assistenzhunde in der Hundeschule ausgebildet werden. Unser Herz klopfte um einiges schneller und die Vorstellung von einem Vierbeiner in unserem Leben wurde immer realer. 🤭
Wir bekamen dann die Telefonnummer von der Züchterin. Was wir in dem Gespräch erfuhren, wie meine Eltern und Timos Mutter auf unsere Idee reagierten, erfahrt ihr im nächsten Beitrag! 😌
Wie lange hat es bei euch gedauert, bis ihr den perfekten Hund für euch gefunden habt? 🥰
Gib hier deine Überschrift ein
In den letzten beiden Beiträgen ging es um die Idee und das Erstgespräch mit der Assistenzhundeschule. Als wir dann die Telefonnummer der Züchterin bekamen und unsere Gedanken schilderten, kam der Züchterin direkt ein Welpe in den Kopf. Wir sollten noch ein paar Fragen schriftlich beantworten und es dauert keine zwei Stunden, da bekamen wir schon die Steckbriefe von den kleinen Welpen. Drei waren zu dem Zeitpunkt noch frei und “Prof. Crumm” hat uns direkt verzaubert.
Wenn ihr Lust habt, kann ich euch die Bilder und den Text mal in der Story zeigen! Schreibt es gerne in die Kommentare.
Nach dem Telefonat haben wir direkt meine Eltern und Timos Mutter angerufen, denn die Zeit drängte etwas. Die kleinen waren bereits neun oder zehn Wochen alt und rein theoretisch hätten wir den kleinen Rüden schon am nächsten Wochenende abholen können. Da ich aber gerade mitten in der Klausurenphase war, Timo kurz davor eine Praktikumsstelle anzutreten und wir noch nicht den Rückhalt unserer Familie hatten, waren wir uns mehr als unsicher.
Als wir uns dann aber mit der Situation auseinandergesetzt haben, Timos Praktikumsstelle wegen der Bürokratie ins Wasser fiel und unsere Eltern nicht ganz abgeneigt von dem Gedanken waren, haben wir all unseren Mut zusammengenommen und „Nemo“ reserviert.
Vom Telefonat, bis zur Abholung hat es nur 16 aufregende, nervenzerreißende und mit Vorfreude gefüllte Tage gedauert. Doch als wir dann die vierstündige Fahrt hinter uns gebracht hatten, wussten wir, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. Das strahlen in Timos Augen war unbezahlbar und auch meine Eltern, die uns begleiteten, waren ganz verzückt von dem Kleinen.
